Musiktipp | musictip | le tuyau musique

Da hatte ich endlich mal wieder Lust in Kombination mit Zeit, ein wenig nach neuer Musik zu stöbern, da fällt mir als erstes die neue Scheibe von Mister Jeff Loomis in die Hände. Plains of Oblivion, so heißt das Werk welches bereits am 09. April in die Verkaufsstände geriet, zündet nicht komplett beim ersten Durchlauf. Es wirkt zunächst etwas zusammengestückelt, eine Mischung aus Nevermore und Guitarheroekompositionen, die zum Großteil instrumental vorgetragen werden. Allerdings ist die musikalische Qualität – wir reden schließlich von einem der besten Gitarristen im Metalzirkus – in jeder Millisekunde deutlich spürbar. Und schon beim zweiten Umlauf stellt man fest, dass dies eine Scheibe sein wird, die auf Monate hinweg nicht langweilig werden wird, da man immer wieder kleine Details entdeckt, die man beim vorhergehenden Hören nicht wahrgenommen hat. Jeff wandelt auf Solopfaden, hat sich dafür aber kompetente Unterstützung geholt, hervorzuheben ist hier der Schlagwerker Dirk Verbeuren (am bekanntesten sicher durch seine Arbeit bei Soilwork), der teilweise heftig Gas gibt und mit verdammter Präzision und Wucht die Songs untermauert. Auch Marty Friedmann oder Tony MacAlpine gaben sich die Ehre. Erstaunlicherweise sind die Songs, die mir am meisten zusagen mit weiblichem Gesang verschönert (oh ja, ist ja voll erstaunlich bei mir…) und ich kenne die Sängerin Christine Rhoades nur von einem Gastauftritt her (Dreaming Neon Black – Nevermore). Ihre Stimme könnt ihr neben der Gitarrenkunst von Jeff im Soundbeispiel bewundern. Und was macht es nun aus, dass man sagen muss, diese Scheibe ist eine gute Scheibe? In meinen Augen ist es die Kombination von grober Härte mit der Jeff Loomis ureigenen Präzision im Spiel und seinem Gespür für mitreißende und packende Riffattacken. Es ist komplex zu hören, ist gleichzeitig so dermaßen energiegeladen, dass man tanzen müsste, wenn man dies denn als adäquate Bewegung zu Musik erachten würde. Dies tue ich nachweislich nicht. Ich gebe mich daher dem lächelnden Genuss hin, immer ein wenig von der Angst beseelt, irgendeine Kleinigkeit eventuell nicht gehört zu haben :-)

Nun, ich überlasse es euch, wie ihr geniesst. Ob headbangend, schunkelnd, mit dem Fuss wippend oder den Fingern trommelnd

Jeff Loomis: Tragedy and Harmony (Plains of Oblivion – 2012)

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