Eine tiefe musikalische Verneigung

vor Anneke van Giersbergen.

Erstmals mit Anneke in Berührung gekommen, vielmehr, von ihrem Gesang berührt worden, bin ich 1995. In diesem Jahr erschien Mandylion von The Gathering. In meinen Augen die schönste und beste Scheibe dieser Band, die sich noch durch eine gewisse Rohheit im Sound auszeichnet. Wahrscheinlich hat sie bei mir auch einfach noch den Bonus des ersten Kontakts mit dieser Band. In den darauf folgenden 17 Jahren ist viel passiert. Meine Begeisterung für ihre Stimme ist auf jeden Fall geblieben, auch wenn sie zusehends in ruhigere und poppigere Gefilde abdriftet. Ihrem Ausdruck kann man sich nach wie vor kaum entziehen. Dabei liebe ich besonders die unaufdringliche und warme Art ihres Gesangs, der sich nicht an Dingen versucht, die sie nicht kann (was gar nicht so viel sein dürfte), sondern einfach Melodien hervorbringt, die atmosphärisch zu den Songs passen. Aber am besten beschrieben ist Anneke, wenn man sie sich einfach mal ein wenig anhört:

(1995) The Gathering – Mandylion (Leaves)

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(1997) The Gathering – Nighttime Birds, mit dem gleichnamigen Titelsong ist hier auch der Hit von The Gathering zu finden:

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(2007) Agua de Annique – Air (The World)

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(2010) Maiden UniteD – To Tame A Land

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Zum Reinhören empfehle ich weiterhin folgende musikalische Stationen (das ist keine komplette Diskografie, nur fast):

Alben

  • 1995: The Gathering – Mandylion
  • 1996: The Gathering – Adrenaline / Leaves (EP)
  • 1997: The Gathering – Nighttime Birds
  • 1998: The Gathering – How to Measure a Planet?
  • 1999: The Gathering – Superheat – A Live Album (Live)
  • 2000: The Gathering – if then else
  • 2001: The Gathering – Amity (EP)
  • 2002: The Gathering – Black Light District (EP)
  • 2003: The Gathering – Souvenirs
  • 2004: The Gathering – Sleepy Buildings – A Semi Acoustic Evening (Live)
  • 2006: The Gathering – Home
  • 2007: Agua De Annique – Air
  • 2009: Anneke van Giersbergen with Agua de Annique – Pure Air
  • 2009: In Parallel with Danny Cavanagh
  • 2009: Anneke van Giersbergen & Agua de Annique – In Your Room
  • 2010: Anneke van Giersbergen & Agua de Annique – Live in Europe
  • 2012: Anneke van Giersbergen – Everything Is Changing

Gastauftritte

  • 1996: Farmer BoysCountrified (Song #9 “Never Let Me Down Again” (Depeche Mode cover song)
  • 1998: Ayreon – Into The Electric Castle
  • 2000: Ayreon – Temple Of The Cat
  • 2006: Wetton/Downes – ICON II: Rubicon  (Songs #4 und #5)
  • 2006: Globus – Epicon (Songs #2 und #7)
  • 2006: Napalm Death – Smear Campaign (Songs 1 und 7)
  • 2008: Moonspell – Night Eternal (Song #4)
  • 2008: Ayreon – 01011001
  • 2008: Within Temptation – Black Symphony (Song #10 – Live Only)
  • 2009: Giant Squid – The Ichthyologist (Song #6)
  • 2009: The Devin Townsend Project – Addicted (2009)
  • 2010: Ayreon – Ayreonauts Only
  • 2010: Maiden uniteD – Mind the Acoustic Pieces (Song #9 “To Tame a Land” -Duett mit Damian Wilson)
  • 2011: Novembers Doom – Aphotic (Song #4)
  • 2011: Anathema – Falling Deeper (Song #5)
  • 2011: Globus – Break From This Wold (Song #1)
  • 2012: Devin Townsend – Epicloud
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Wave-Gotik-Treffen für Anverwandte, Volume I

Zur 21sten Ausgabe habe ich es geschafft, dem Wave Gotik Treffen beizuwohnen. Nun, ich bin weder ein Gothic oder Waver früher Stunde, noch kann ich heutzutage mit allen Facetten dieser Szene etwas anfangen. Mein Herz schlug seit Kindesbeinen für den Metal, oh, und die Farbe schwarz ist diejenige, die man entdeckt, öffnet man meine Kleideraufbewahrungsmöbelstücke. Erst die unglaubliche Aufsplittung von metallischer und Gothicmusik in kleinste Schubladen, nachfolgend die Zusammenführung verschiedener Schubladen (und die Verquickung der darin enthaltenen Musik) ließ Musiken entstehen (oder wieder andere Schubladen), die nach und nach auch an mein Ohr drangen, mich vielfach auch begeisterten. Nicht zuletzt die enge Freundschaft zu einigen “True-Gothics” (das zu definieren darf bitte jeder für sich selbst machen) brachte mir feine Einblicke in die Szene, vor allem was die Lebenseinstellung betrifft. So habe ich dann auch das Festival (ups, da spricht wieder der Metaller) als ein Treffen von so unterschiedlichen Menschen erlebt, die alle zusammen eine unglaublich relaxte Atmosphäre entstehen ließen, der ich mich sehr gerne hingegeben habe. Keinerlei programmatische Planung meinerseits im Vorfeld  tat da ihr Übriges. Wo sonst hätte ich besser starten können, als im heidnischen Dorf. Der gotische Nachwuchs meiner Freunde wartete schon auf der Decke spielend, die Gerüche diverser Grillhütten empfingen mein Näslein zart umschmeichelnd und das wohlschmeckende Pils wurde in Tonkrügen gereicht. Dazu strahlender Sonnenschein und eine sanfte Brise. Mehr Urlaubsfeeling ist kaum möglich. Ohne einen Besuch der Flaniermeile und der Shopping-Halle auf dem alten Messegelände (Agra) hätte sicher was gefehlt, Karl Lagerfeld soll sich ja hier regelmäßig Anregungen für seine Kollektionen holen….                                                                                                                       Zu später Stunde, für den oder die Absacker war die Moritzbastei goldrichtig. Immerhin,  einmal bin ich dann auch richtig versackt. Sehr schön für den biergeschwängerten Herren am frühen Morgen war, dass noch ein paar Bratwürste auf dem Grill waren, sogar fast noch warm. Da kann mann dann glückseelig zur Bahn schwanken und die Reise zur Pension antreten. Eine weitere sehr schöne Location ist natürlich das Werk II. Da hält man sich gerne auf für ein Schwätzchen, ein Bierchen, ein Würstchen (wobei die Kulinarien im Café den Gaumen durchaus liebkosen und probiert werden sollten) oder auch ein Liedchen.

Musikalisch betrachtet gefielen mir am meisten der eher metallische Abend im Kohlrabizirkus, z.B.

Dark Fortress – Ylem (Ylem, 2010)

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Secrets of the Moon – Seven Bells (Seven Bells, 2012)

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und der Psychobillyabend im Werk II, z.B.

The Hellfreaks – Boogie Man (Hell, Sweet Hell, 2010)

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The Creepshow -They All Fall Down (They All Fall Down, 2010)

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wenn auch beim Sound jeweils Abstriche zu machen waren, aber ich bin da vielleicht auch immer etwas zu kritisch. Schließlich ist es ja ein Treffen von Freunden für Freunde oder solche, die es werden wollen.

Faszinierend ist vor allem die Vielfalt der Locations und der darin gebotenenen Unterhaltung. Hier auch nur annähernd einen Überblick zu bekommen, bedarf es mehr als nur eines Besuches in Leipzig. Und, auch das kann und will ich nicht verschweigen, faszinierend ist natürlich auch die Kreativität der Stylings von viktorianischen Kleidern bis zu Waschmaschinenschlauchgewändern oder Ganzkörpergummianzug (nicht zu vergessen die Paparazzi in Sandale und weißen Socken…). Die ein oder andere Stunde habe ich so einfach mit gucken verbracht, es sei mir verziehen, wobei, viele sind sicher auch da, um gesehen zu werden.

Positiv beeindruckt hat mich außerdem, dass nur sehr vereinzelt “laute” Leute da waren, kein Gegröhle, kein Gerempel, kein Kampf um ein Bier, keine Müllinseln und -berge, da kann sich jedes Schützenfest mal eine ordentliche Portion gutes Benehmen abschauen.

Und, ganz wichtig, das Wiedersehen mit alten Freunden und das Kennenlernen (oder Neusehen) neuer Freunde

Fazit: Das wird nicht mein einziger WGT-Besuch gewesen sein, 2013 komme ich wieder und bin schon sehr gespannt auf neue Orte, neue Menschen, neue Kultur :-)

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Wusstet ihr schon…

dass der Ausspruch “Wörter sind wie Blätter. Dort, wo sie sich im Überfluß ausbreiten, können die Früchte des Sinns nur spärlich gedeihen” von Herrn Alexander Pope stammt? Folgendes Zitat hingegen wird dem Herrn Albrecht Dürer zugesprochen: “Denn wahrhaftig steckt die Kunst in der Natur, wer sie heraus kann reißen, der hat sie”. Und was ist jetzt die Gemeinsamkeit? Nun, beide Herren haben an einem 21sten Mai ihre innermütterliche Brutphase beendet und wollten für eine gewisse Zeit gesäugt, gewickelt und geliebhabt werden.

Der Herr Dürer (*21. Mai 1471 in Nürnberg; † 06. April 1528 auch in Nürnberg) lebt trotz seiner durchaus vorhandenen Berühmtheit heute recht bescheiden, aber gesellig auf dem St.-Johannis-Friedhof in Nürnberg. Hier der Eingangsbereich seiner Behausung:

Papst (so die deutsche Übersetzung), Alexander (* 21. Mai 1688 in London; † 30. Mai 1744 in Twickenham) konnte sich wohl keine eigene Bleibe leisten und zog nach seinem Ableben wieder zu seiner Mutter in die Marienkirche zu Twickenham (er bekommt recht viel Besuch dort). Viel Platz brauchte er nicht, war er doch nur 4 Fuss und 6 Zoll (ca. 1,38 Meter) hochgewachsen. Eine Inschrift seines Freundes William Warburton fungiert quasi als Klingelschild:

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Wusstet ihr schon…

dass dem Einen sein Jubeltag, dem Anderen durchaus als Grund zum Jubeln missfallen kann? Dies trifft insbesondere dann zu, wenn Letztgenannte sämtlichen Organen, von der Haut bis zum Hirn, eine ewige Ruhepause gönnen, das Wachstum einstellen und auch ansonsten nichts mehr tun.

Einen solchen Fall haben wir wohl auch heute zu beklagen. Denn heute vor 140 Jahren schrie ein Mensch “Rabää” (Babysprache, in etwa gleichbedeutend mit “Juchuu”, aber auch mit vielen anderen Worten synonym zu verwenden, so zum Beispiel “na toll”, “Puuhh, geschafft” oder “Hunger!”). Ob diesem Menschen bereits bewußt war, dass er auf den Ruf “Hey, Bertrand” sein Haupte zur Antwort wenden sollte, weiß man im Nachhinein vom Herrn Russel nicht mehr zu sagen.

Was man aber vermuten kann, ist, dass Herr Mahler (Freunden als Gustav bekannt) vor 10o und einem Jahr allerhöchstens ein “Uff” zu diesem Umstand beigetragen haben wird. Er war schließlich damit beschäftigt, seinen Blutkreislauf zur Ruhe zu bringen und die Hirnaktivitäten einzustellen. Das ist ihm gelungen und man hat fürderhin nichts Neues mehr von ihm gehört.

Interessanterweise gleichen sich die Aktivitäten der beiden genannten Menschen heutzutage sehr, obgleich sie doch zu ihren aktiven Tagen unterschiedlichen Professionen zuzuordnen waren. Ich frage mich, ob das wohl auch so wäre, wenn sie ihre aktiven Tage noch um ein bis zwei hundert Jahre ausgedehnt hätten…

Oh, der Herr Mahler (Gustav Mahler – 07. Juli 1860 bis 18. Mai 1911) wohnt jetzt in der wunderschönen Stadt Wien sehr schlicht  :

Der Herr Russel (Bertrand Arthur William Russell – 18. Mai 1872 bis 02. Februar 1970) wurde zuletzt  in Penrhyndeudraeth gesehen. Das ist ein Ort in Wales und sieht so aus :

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Omi, wat hamwa dir lieb jehabt

Herzensgut zu ihren Enkeln, es gab immer was feines zu essen (ihr wisst schon, Eis und so Zeugs), und ja, manchmal kam die Generation, die den Krieg und die Zeit danach erlebt hat, noch deutlich raus. So kam es, dass wir eines Tages zur Feier eines Geburtstages (ich weiß nicht mehr welcher…) zu Kaffee und Kuchen eingeladen waren und nach “ooohhh” und “aaahhhh” ob der Köstlichkeiten auf der Kaffeetafel mit folgenden Worten zum Beginn der Kuchenschlacht gebeten wurden:

“Langt man tüchtig zu. Den Rest frier’ ich dann ein”.

Ach Omi, manchmal fehlst’ mir a bissel.

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Nachtrag

Wenn man sich so richtig dolle was vornimmt, dann klappt das ja nie, irgendwie. Gut, das mit dem Aufhören von der elenden Raucherei hat geklappt damals. Aber jetzt. Man. Voll vergeigt. Ich wollte euch doch pünktlich zum vergangenen Samstag auf diesen vollkommen speziellen Samstag hinweisen. Es war schließlich Weltfischbrötchentag.

Für gebürtig norddeutsche Jungens wie michse sollte das eigentlich Anlass genug sein, den Tag schwelgend in Genüssen der Nordsee zu verbringen. Denn seien wir mal ehrlich, mit Fischbrötchen kann man ja eigentlich nur Matjes im hellen Weizenmehlbrötchen meinen. Der Klassiker und König unter allen mit Meeresgetier belegten Backwaren zugleich. Ich persönlich favorisiere die Version mit rohen Zwiebelringen und ohne sonstiges Gedöns. Wie passend, dass Herr Schuppius einen Reiseführer zu den besten Fischbrötchenbuden herausgebracht hat (angepriesen sogar bei Spiegel Online). Wer also nicht weiß, in welcher Reihenfolge sie oder er den wunderschönen Norden bereisen soll, die Krabben und der Matjes winken mit Antennen und Flossen.

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Wegwerfen: der Anfang

Ja liebe Freunde, manchmal ist es an der Zeit, sein Leben zu entrümpeln und unnötigen Ballast über Bord zu werfen. Die Vorfrühlingsmonate waren geprägt von der Entrümpelung und Neusortierung des Kopfes, nun machen wir weiter mit dem schnöden weltlichen Besitz. Bei den – zugegebenermaßen viel zu seltenen – Aufräumaktionen meiner Behausung fällt doch immer wieder auf, dass da Dinge rumliegen und aufbewahrt werden, die für mich keine Bedeutung mehr haben. Schluß damit! Und weg damit! Ich werde ein Jahr damit verbringen, jeden Tag etwas zu entsorgen, was ich habe, aber eigentlich nicht brauche. Den Anfang machen sogar zwei Dinge: Telefone. Ok, es sind die kaputten Exemplare, ich will mich ja nicht von der Welt abschneiden :-) (im Gegentum, wie es so schön heißt). Keine Angst, ich werde euch nicht täglich mit einem Foto meines Mülls beglücken, aber eine wöchentliche Zusammenfassung sollte drin sein ;-) Vielleicht findet sich ja für das ein oder andere Teil ein neuer Nutzer, Benutzer oder einfach nur Besitzer. Hier sind sie also meine alten Sony Ericssons. Farewell. Ihr habt mir treue Dienste geleistet.

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