Dinge, und wie man zu ihnen kommt: Minze

Die Minze verfolgt mich ja eigentlich schon das ganze Leben über, in all ihrer umfänglichen Vielfalt die Nutzung betreffend, war ich hingegen lange Zeit sehr eintönig unterwegs. Beginnend mit Pfefferminztee aus dem Beutel lag meine Präferenz seeehr lange auf Schokolade mit Minzgeschmack. Weitere Verwendung gedachte ich diesem Kraut nicht zu. Bis neulich (mehr oder weniger).

Aber first things first, wie Jamie Oliver sagen würde. Es begab sich also an einem Montag zu morgendlicher Stunde, als ich mich wie immer quietschfidel (lautes “Hüstel”) auf den Weg zu meiner zum Zwecke des Geldverdienens auserkorenen zweiten Heimstätte begab, um ebenjener Tätigkeit, der Arbeit nachzugehen. Lang ausbaldowerte Rituale sollten den Wochennafang wie üblich starten. Der Homo sapiens ist schließlich, hat er sich einmal irgendwo eingefunden, ein Gewohnheitstier. Nachdem die Arbeitsgeräte auf Funktionstüchtigkeit hin überprüft und die Mails kurz überflogen wurden, ist der erste Gang einer, den ich im Schlaf und kriechend rückwärts vollkommen problemfrei meisterte. Doch halt, etwas war anders als sonst. Ein dunkler Schatten lag über allem. Dem Haus, dem Gang, der Teeküche und vor allem: der Kaffeemaschine. Diese war nämlich kaputt. Schnappatmung, dann Hyperventilation. Hysterisch überspielte Panik mit lustigen Floskeln wie “Ach, ich hab ja schon einen gehabt” (was nicht stimmte), oder “trinke eh’ viel lieber Tee” (was ich nicht tat). Montag, und die ganze Woche schon im Eimer. Aber es half ja nichts, ein Heißgetränk zum Frühstück musste her. Und da war er wieder, der Pfefferminztee, die einzige Beutelteesorte (genauer die einzige Sorte Tee überhaupt), die noch in einem bis dato sorgsam umgangenen Eckchen des Küchenschrankes ihr Dasein fristete und wohl schon alle Hoffnung fahren ließ. Doch ich ließ ihn ziehen. 5 Minuten. Und dann trank ich und trank und trank, bis, ja bis die Tasse alle war. Erstaunt, ob der Tatsache, dass ich mich weder krank fühlte, wie bei den ersten Pfefferminzteeerfahrungen, noch mein Magen die unbekannte Substanz auf den Rückweg schickte, lobpreiste ich insgeheim das Gesöff und schwor, dem Kraut mehr Beachtung zu schenken.

Dies begab sich vor mehr als einem Jahr. Dinge haben sich inzwischen geeignet. Großartige Dinge. Geblieben ist…die Minze :-)

In Form einer Orangenminze hat ein lebendes Exemplar nun Obhut gefunden auf dem heimischen Balkon. Man darf gespannt sein, welch’ kleine Geschichtchen meine Minze und ich noch erleben werden….

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Relounge 2013

Liebe Süßen,

Manchmal kommt es. Und manchmal wird es anders als man denkt. Unwiderufliche Folge sind Zeiten der Abstinenz. Ich schreibe hier natürlich vom Schreiben. Aber ich wollte nicht einfach so 2 Monate ohne ein Lebenszeichen verstreichen lassen.

Dinge haben sich im Privaten ereignet, die ganz großartig sind und mich abhielten, schlauen Senf auf dieser Seite zu verstreichen. Doch soll es sicher das Ende geistreichen Mostrichts nicht sein. Nein. Für 2013 ist definitiv die Wiederbelebung der Seite geplant, beginnend mit einer Rückschau auf das noch aktuelle, dann aber gewesene Jahr 2012. Bis dahin stöbert einfach im ein oder anderen Artikel der vergangenen 2 Jahre und freut euch, wie ich, auf das Wiederlesen und -schreiben in “a couple of weeks” :-)

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Schlaflos im Traumland

Ja, so manch eine Nacht wird wach verbracht. Manch weitere im Dämmerzustand, halb träumend. Stundenweise wird auch richtig geschlafen, erschöpft und wahrscheinlich traumlos. Doch an was man sich erinnert, das träumt/denkt man wohl zumeist in der Dämmerphase. Bin ich nicht wach, träume ich viel.

Hans-Joachim Kulenkampf hatte mal eine Sendung, die ich persönlich wohl nicht so interessant fand, da nur ein/zweimal beim abendlichen Zappen drübergestolpert und schnell weitergeschaltet. In dieser Sendung breitete er einige Gedanken zur Nacht aus. An was man so alles denken kann und sich damit vom Schlafen abhält. Zum Glück ist es nur selten die Arbeit. Das Abschalten diesbezüglich funktioniert noch ganz zufriedenstellend. Meistens dreht es sich doch um “was-wäre-wenn-Fragen” oder? Das hat natürlich immer etwas mit Chancen zu tun. Denen, die möglich sind und denen, die verpasst wurden. Da wacht man irgendwann auf (also jetzt mal gedanklich, nicht aus dem Schlaf) und stellt fest: Ups! Wech, aus und vorbei. Kommt nie wieder. Im jugendlichen Leichtsinn macht man sich da ja nicht so den Kopf, aber je weiser, also älter (?!?) man wird, um so schneller realisiert man, was weg ist. Vielleicht ist es gar nicht schneller, vielleicht weiß man Manches einfach mehr zu schätzen. Hmm.

Chancen haben in diesem Sinne auch immer etwas mit Verlust zu tun. Manchen Verlust kann man verschmerzen. Manchen nicht. Dann gibt’s Narben. Manche verblassen, manche nicht. Die Zeit heilt alle Wunden? Naja, wohl kaum. Sie überdeckt sie. Wenn man Glück hat, mit Chancen, die nicht zu den verpassten zählen. der Mensch ist ja so angelegt, dass es ihm leichter fällt, positive Erinnerungen lebhafter zu behalten. Wohl dem, dem dies gelingt. Ist immerhin ein großes Stück zum persönlichen Glück.

Wenn sich aber nun eine als verpasst geglaubte Chance durch schicksalhafte Fügung (so langsam fange ich ja an dran zu glauben) als das eine Glück herausstellt. Nun ja, dann fällt alle Last ab, alle Wunden verschließen sich und heilen. Zurück bleibt dann nur das eine Lebensglück,  nach dem man sich ewig sehnte. Ja liebe Freunde und Mitverschwörer, die Liebe. Man muss nur daran glauben.

Gedanken zur Nacht #1

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Musiktipp | musictip | le tuyau musique

Phideaux

Nich lang schnacken, Kopp in’ Nacken heißt es in meiner norddeutschen Erstheimat. Etwas abgewandelt könnte man es mit der Band Phideaux halten (benannt nach ihrem Gründer Phideaux Xavier). Einfach deswegen, weil ich gar nicht genau sagen kann, warum ich diese Band empfehle. Mit meinem musikalischen Hintergrund hat der Zeitpunkt der Entdeckung der Kapelle meinerseits den Wohlfühlschalter umgelegt. Alles passte genau richtig zusammen. Man fühlt sich teilweise erinnert an Genialitäten wie Jethro Tull, teils an psychedelischen Rock 70er Prägung, dann wieder rutschen bombastisch angehauchte Elemente die Klangtreppe hinab. Im nächsten Moment schon fühlt man sich an folkrockigen Gesang erinnert, der, unterbrochen von einer gegeigten Melodei, plötzlich ein hartes Riff anschließen läßt. Kurzum: eine Schublade in diesem Bereich aufzumachen mag auf der Hand liegen, ist aber wenig nützlich. Aber das ist es ja auch, was ich an progressiver Musik so mag. Man weiss eigentlich immer, was einen erwartet, ist aber jedesmal komplett überrascht.                                                                                                                                          Ich bin mir nicht sicher, ob es bei jemanden, der nicht schon jahrelang progressive Klänge liebt, ebenso zündet, ob all die versteckten Details erkannt werden. Hört selbst (!), ist wie immer mein Rat. Öffnet eure Ohren, und ja – welcome Klischee – eure Herzen. Es sind überwiegend sehr ruhige Klänge, die Tanzhose kann also aus bleiben ;-)

Soundbeispiele:

Phideaux – Chupacabras (2005): Okay / Chupacabras 1

 

 

Phideaux – Doomsday Afternoon (2007): Microdeath Softstar

 

 

Phideaux – Number Seven (2009) – Gift Of The Flame

 

 

Discografie:

  • 2003: Fiendish
  • 2004: Ghost Story
  • 2005: Chupacabras
  • 2005: 313
  • 2006: The Great Leap
  • 2007: Doomsday Afternoon
  • 2009: Number Seven
  • 2011: Snowtorch
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Feiertagsgedanken

Pro Tag sterben ca. 200.000 Menschen. Die meisten davon hatten Familie, Freunde Bekannte. Sehr viele von denen haben vielen anderen Menschen geholfen, sie inspiriert, wurden geliebt. Aber nur um sehr wenige wird so ein öffentliches Geschiss gemacht wie kürzlich in Deutschland um einen kleinen Dicken (mein Beileid seiner Familie und seinen Freunden und Bekannten). Ein Fest für die Medien. Auflagen, Klicks, follow me’s R.I.P’s allerorten. Immer öfter mache ich mir Sorgen um diese Welt. Vielleicht ist deshalb weltweit alles am durchdrehen, weil viel zu viel Information viel zu schnell und vor allem bei viel zu vielen Menschen ankommt, die offensichtlich nur in den Kategorien des “unterhalten-werden-wollens” oder des “ich-brauche-einen-Vorwand-um andere-abschlachten-zu-können” unterwegs sind. Gibt es ein “zu viel” an Information? Müssen Einzelne oder gar Massen von Inhalten ferngehalten werden? Zensur? Ich hoffe nicht. Mein Optimismus befiehlt mir, daran zu glauben, dass die Anzahl derer, die in der Lage sind, so etwas wie einen Menschenverstand zu entwickeln und auch zu benutzen, ansteigt. Doch ob es was nutzen wird, schwer zu sagen. Solange Nichtigkeiten wie die entblößte Scham irgendeines Familienmitgliedes irgendeiner Familie irgendeines Landes tagelang ein größeres Gesprächsthema ist, als z.B. ein jahrzentelanger Bürgerkrieg und Gemetzel in einem der größten Länder der Erde, tja, solange es so ist, sind mehr als nur Zweifel angebracht.
So laßt uns denn alle zum Fernsehpreis um den Einen trauern, die anderen 199.999 sind ja egal….

 

Werde mal nach nem Dimensionsausgang Ausschau halten

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Was kommt raus…

…wenn man die Kunst eines sehr geilen Tätowierers (also die Kunst die er macht ist geil, nicht er an sich – ach, ich wisst schon) und die unglaublich schlechten Qualitäten meinereiner in Bezug auf “ich fotografier mich mal selbst” kombiniert?

Dies hier

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Goldenes Handwerk

4 gleiche Schrauben nehmen kann ja jeder, Kunst wird es erst durch Individualität:

Image

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